Everything Included


Dieses Album ist eine Reise... - weit, vielschichtig und voller Überraschungen.
Zwischen Instrumental-Pop, Ethno-Anklängen, Fusion, Drum’n’Bass, klassischer Dramaturgie und kraftvollem Instrumental-Rock entfaltet sich ein Klangkosmos, der den Hörer vom ersten Moment an mitreißt. Die Stücke besitzen einen organischen Fluss, der mal wie ein treibender Strom wirkt, mal wie ein weit ausschwingender Atemzug, der Raum gibt zum Schauen, Lauschen und Staunen.

Die Drums stehen oft im Mittelpunkt: mal erdig, mal wuchtig, mal verspielt bis hin zu virtuosen Percussion-Exkursen, stets das Rückgrat der Musik und zugleich eine erzählerische Kraft. Doch auch Bass, Keys, Orgel, Piano, Streicher, Synths und Gitarren weben sich vielschichtig in dieses rhythmische Fundament und erzeugen einen Sound, der gleichermaßen modern, retro angehaucht und zutiefst eigenständig wirkt. Sphärische Pads und exotische Klangfarben verleihen manchen Stücken eine fast tranceartige, atmosphärische Tiefe, während andere Tracks mit 70er-Rock-Attitüde, psychedelischen Farben oder progressiven Wendungen aufwarten.

Mehrmals wirkt die Musik wie eine farbige Klangcollage. Detailreich, voller kleiner Ideen und Überraschungen. Doch nie beliebig oder ausschweifend. Strukturelle Brüche, unvorhergesehene Harmoniewechsel, opulente orchestrale Passagen oder jazzige Improvisationsmomente lassen das Album lebendig, verspielt und manchmal sogar theatral erscheinen. Und dann sind da diese besonderen Augenblicke: ein sorgfältig gesetztes Klavier in der Mitte; eine Orgel, die an Jon Lord erinnert; ein Seufzer von Sitar oder Tabla; eine Geige, die im letzten Drittel den Raum öffnet; ein Bass, der ganze Szenen trägt.

Das Album hat Energie und Druck, kann aber genauso in tiefere, schwermütige Gefilde abtauchen. Manchmal düster, manchmal hoffnungsvoll, manchmal wie ein kurzer Blick in eine fremde Welt. Es erzählt, ohne Worte zu benötigen. Es greift Stimmungen auf, erzeugt Bilder von nächtlichen Großstädten, wilder Natur, fernöstlichen Landschaften, dramatischen Bühnenmomenten oder rockiger Session-Ekstase.

Was alle Stücke verbindet, ist die große Spielfreude, die Experimentierlust und der Mut, Genres zu streifen, ohne sich einem einzigen zu unterwerfen. Jedes Werk für sich ist ein kleines Abenteuer; zusammen ergeben sie ein Album, das monumental wirkt, vielfältig, rhythmisch stark, emotional und voller Liebe zum Detail.

Kurz: ein kraftvolles, atmosphärisches und außergewöhnlich abwechslungsreiches Instrumental-Album, das in seiner Vielseitigkeit und Professionalität tief beeindruckt – und das man immer wieder hören möchte, weil es bei jedem Durchgang etwas Neues offenbart.